Ehrenbürgerin Hilde Staab wäre heute 100 Jahre alt geworden

Ich besuchte gemeinsam mit Brigitte Giesbert das Grab der verstorbenen Ehrenbürgerin Hilde Staab auf dem Kempter Friedhof. Sie wäre am 30. September 100 Jahre alt geworden.

„Hilde Staab war eine wirklich verdienstvolle Ehrenbürgerin. Sie hat viel für unsere Stadt geleistet. Aus der Geschichte der Binger AWO, des Erzählcafés und der Martinsfeier der Senioren ist sie nicht wegzudenken. Aber auch im Binger Stadtrat und in den verschiedenen Ausschüssen hat sie über Jahrzehnte hinweg die kommunale Entwicklung mitgeprägt, sie war stets eine engagierte und couragierte Sozialdemokratin, der das Wohl ihrer Mitmenschen sehr am Herzen lag.
Hilde Staab zeigte ihre große Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt durch ihr großartiges ehrenamtliches Wirken in den verschiedenen Bereichen. Sie übernahm Verantwortung und trug maßgeblich dazu bei, dass sich im sozialen Bereich vieles geändert hat.“

Thomas Feser
Oberbürgermeister

Auch Brigitte Giesbert denkt gerne an Hilde Staab, die bereits früh Kriegerwitwe wurde, zurück.
„Sie hat mir meinen Anfang im Binger Stadtrat von Frau zu Frau sehr erleichtert. Wir haben uns über die Parteigrenze hinweg wirklich gut verstanden.“

Ihr Schaffen wurde zu Lebzeiten unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1976) und mit der höchsten Auszeichnung der AWO, der Marie-Juchacz-Medaille (1977) gewürdigt. 1979 wurde ihr als erster Frau der Ehrenring der Stadt Bingen verliehen und 1991 wurden ihr ebenfalls als erster Frau die Ehrenbürgerrechte der Stadt Bingen am Rhein zugesprochen.

Hilde Staab verstarb am 20. August 2008.

Thomas Feser und die ehemalige Binger Bürgermeisterin und Ehrenbürgerin Brigitte Giesbert legten am Grab von Hilde Staab ein Gesteck nieder. Quelle Stadt Bingen

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